Wolfhagen WLS

 

plenergy

plenergy in Wolfhagen – erstes Planspiel in Hessen vom 23. – 25. Mai

„plenergy“ bietet Jugendlichen im Rahmen des Projektes eine Möglichkeit in der sie aktiv an Lösungen zum Thema Energiewende arbeiten und diese dann an die Kommunen sowie lokale Politiker*innen tragen können. Somit wird den Jugendlichen ein Gehör geboten und sie können sich aktiv an der Mitgestaltung ihrer Zukunft beteiligen.

23.05.: Der erste Tag startet. Die fünf Fachausschüsse: Strom, Mobilität, Gebäude, Konsum und Öffentlichkeitsarbeit treffen sich in ihren Gruppen. Hier arbeiten sich die Jugendlichen erst einmal intensiv in ihre Themen ein, um im Anschluss gemeinsam mit Expert*innen, aus den verschiedensten  Bereichen, Beschlussideen zu erstellen und zu besprechen. Dabei helfen die Expert*innen offene Fragen der Schüler*innen zu klären und eventuelle Wissenslücken zu füllen. Während dies passiert, arbeitet die Doku-Gruppe an Beiträgen für die verschiedensten öffentlichen Plattformen und halten Interessierte durch den Plenergy-Blog sowie die Instagram Seite auf dem Laufenden. Am Ende des ersten Tages haben alle Fachausschüsse ihre jeweils Ideen für vier Beschlussvorlagen ausgearbeitet um sie am Folgetag in der Stadtverordnetenversammlung vorzustellen.

24.05.: Tag zwei beginnt und die Fachausschüsse finden sich wieder zusammen in ihre Gruppen um vor der Stadtverordnetenversammlung die Beschlüsse fertig auszuarbeiten und offene Fragen zu klären. Während das passiert machen die Jugendlichen der Doku-Gruppe ihre Runden, interviewen Schüler*innen, bearbeiten oder erstellen Beiträge für die verschiedenen Plattformen und besprechen die Abläufe für die bevorstehende Stadtverordnetenversammlung. (https://plenergy.de/wolfhagen22/ und bei Instagram: plenergy_deutschland)

Später am Tag geht es gemeinsam zum Kulturladen Wolfhagen, hier findet die Stadtverordnetenversammlung statt. Die Aufregung der Schüler*innen steigt, gleich stellen sie vor ihren Mitschüler*innen sowie lokalen Politiker*inne, die heute die Rolle der Bürger übernehmen, ihre Beschlüsse vor. Moderiert wird die Versammlung von Reinhard Schaake, dem Bürgermeister von Wolfhagen.

Die Versammlung beginnt. Einer nach dem anderen werden die unterschiedlichen Beschlüsse und der Gedanke dahinter vorgestellt, hier werden Ideen wie: Solarbänke in Wolfhagen, verbesserter ÖPNV oder auch ausbauten für den Fahrradverkehr vorgestellt. Die Schüler diskutieren hier nun auch außerhalb ihrer Fachausschüsse über ihre Beschlüsse, und eröffnen so neue Ansichten und Diskussionsrunden, hier werden Nachteile erörtert, die Machbarkeit abgewogen aber auch Optimierungsideen besprochen. Nachdem jeder, der Jugendlichen einen Einblick in den Beschluss bekommen hat, wählen die Schüler für oder gegen den jeweiligen Beschluss.

Halbzeit steht an, nun gibt es eine Pause und das „get-together“. Hier können die Schüler*innen die anwesenden Politiker*innen ansprechen und Kontakte knüpfen um auch nach den drei Tagen an ihren Ideen zu arbeiten und diese wohlmöglich umzusetzen. Während einige Schüler sich im regen Austausch befinden, interviewt das Doku-Team einige der anwesenden Gäste, zu deren Eindrücke.

Nachdem alle 20 Beschlüsse vorgestellt sind, sind nun die Politiker*innen an der Reihe, hier können sie Feedback geben, Fragen zurück an die Schüler stellen aber auch noch Kontext zu voreingegangen Beschlüssen geben.

Ein großer Tag für die Schüler*innen ist vorbei, heute wurde ihnen ein Plattform geboten um von lokalen Politiker*innen Gehör zu bekommen, sie könnten sich in ihre Kommune einbringen und Kontakte knüpfen aber auch Politiker*innen konnten eine neue Sichtweise kennen lernen und sich aktiv mit der neuen Generation austauschen.

25.05.: Nach dem großen Tag beginnt nun der dritte und somit letzte Tag des Projektes. Heute werden die Schüler*innen in der Umsetzung ihrer Ideen weiter unterstützt. Rund 20 lokal Aktive aus den verschiedensten Bereichen, finden sich in den Räumlichkeiten der Walter-Lübcke-Schule ein. Hier haben sie Zeit sich und ihren Themen- sowie Aufgabenbereich vorzustellen. In dem sogenannten Speed-Dating kommen die Gruppen mit den verschiedenen Projektideen mit lokal Aktiven in Kontakt, tauschen sich hier über die unterschiedlichen Beschlüsse aus und überlegen in welchem Rahmen diese machbar und ausführbar sind. Wer ist der passende Ansprechpartner? Wo würde meine Idee funktionieren? Wo nicht? Ist meine Idee überhaupt umsetzbar?, solche Fragen werden gemeinsam geklärt. Hier erhalten die Schüler hilfreiche Tipps um ihre Ideen zu modellieren und weiterzuentwickeln.

Gemeinsam erstellen die Schüler*innen und die lokal Aktiven zum Ende Vereinbarungen auf denen sie ihre ausgearbeiteten Ideen, Ansprechpartner und Umsetzung festhalten.

Nach drei Tagen Projekt, gehen die Schüler nun nach Hause mit der Gewissheit sich eingebracht zu haben und gehört worden zu sein. Die Schüler haben sich in den drei Tagen intensiv mit dem Thema Energiewende auseinandergesetzt, neue Kontakte geknüpft, neue Denkansätze in ihre Kommune gebracht und gezeigt, dass die Energiewende schon im Klassenraum anfangen kann.